Richtig gendern: DER - DIE - DÖ - Die Reform der Gendersprache


Die gender- oder geschlechtergerechte Sprache und Schrift wird komplizierter. Es allen recht zu machen, ist kaum noch möglich.

Zig Begriffe kursieren, um die unterschiedlichen Arten klar zu definieren. LGBTI, Lesben, Schwule, Diverse, Transgender, Transvestiten, Cis-Menschen, Bio-Menschen ... sollen durch Gender-Sternchen, Gender-Gap, Schrägstrich, Innen-I, eckige Klammern, runde Klammern oder durch Sprechpausen verdeutlicht werden.

All diese Versuche haben einen großen Nachteil: sie stehen dem erfreuenden Gebrauch der Sprache entgegen, sie sind unzureichend, trocken und leblos.

Doch die Lösung ist da!

Nach der DER-DIE-DÖ-Methode kann nun jeder lebendig gendern ohne Gefahr zu laufen in ein Diskriminierungs-Fettnäpfen zu treten!



Leseprobe

Gendergerechte Sprache beansprucht aber die Sichtbarmachung von gemischt-neutral-geschlechtlichen Menschen.

Sich im Dschungel der Geschlechterdefinition zu orientieren, schaffen nur die Hardcore-Gender, sie fordern einen neuen Gebrauch der Sprache.

So wurde das Gender-Sternchen zum Strahlen gebracht. Das Sternchen steht zwischen der maskulinen und der femininen Wortform, zum Beispiel „Aktivist*in“.

Eine weitere Form der Abgrenzung ist der Gender-Gap. Statt eines * wird ein _ verwendet, zum Beispiel bei „Demonstrant_in“. Doch auch der Gender-Gap wird kritisch beäugelt, da er von sensiblen Menschen als Lücke wahrgenommen werden könnte und damit die Nichtexistenz weiterer geschlechtlicher Arten markiert. Andererseits ließe sich die unterstrichene Lücke als Raum für freie Entfaltung entdecken. Wie man`s möchte.

Ein kleines Problem gibt das Gendersternchen und der Gender-Gap bei der alltäglichen Anwendung schon auf:

Wie soll ein Sternchen und ein Unterstrich sprachlich ausgedrückt werden?
Die aktuelle Empfehlung ist, mit einer kurzen Sprechpause auf den Stern und den Unterstrich hinzuweisen.

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Die genderöse Musik spielt auch in „Cis“. Als Cis-Mann oder Cis-Frau werden diejenigen von den Non-binären (abwertend und eben nicht neutral oder gleichberechtigt) markiert, deren Geschlechtsidentität dem Geschlecht entspricht, das bei der Geburt erkannt wurde. In Genderkreisen, besonders im akademischen und intellektuellen Milieu sowie im Showbiz, wird es durchaus gebräuchlich, von der „Rasse der Cis-Menschen“ zu reden.

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Die Vorsilbe „trans“ bedeutet im Latein „jenseits“, „darüber hinaus“: die Vorsilbe „cis“ bedeutet „diesseits“. Transsexuelle und Transgender fühlen sich nach dieser Definition „darüber hinaus“ bestätigt. Sonderbarerweise provoziert die Unterscheidung zwischen „cis“ und „trans“ selbst zu einer Frage. Die binären Begriffspaare „Lesben, Schwule, Bisexuelle“ zählen eigentlich zu den genderkonformen Heterosexuellen, dennoch sehen sie sich aufgrund ihrer Orientierung davon getrennt. Auch „Intersexuelle“ fühlen sich in der Schublade „Cis“ nicht unbedingt wohl.

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Gleichberechtigung in der Sprache nimmt oft bizarre Formen an, manche Besserwisser schießen dabei übers Ziel hinaus. Statt Klarheit zu schaffen, wird Verwirrung erzeugt.

Selbst die Allmächtigkeit „Gott“ soll künftig ein Sternchen* tragen ... wenn es nach der studierenden Jugend in der Katholischen Kirche geht. Die hat nämlich nach langen Diskussionen entdeckt, dass Gott kein „strafender, alter, weißer Mann mit Bart“ ist.

Mein Gott, wer hätte das gedacht? Ehrlich Leute, habt ihr bis heute wirklich gedacht, Gott wäre ein alter Mann mit Bart? Und dazu noch weiß? „Weißer alter Mann“ ist übrigens auch bei Klimaktivistinnen ein liebend gebrauchter Ausdruck für konventionell daherkommende Personen im männerdominierten kapitalistischen System.

Die Katholische Studierende Jugend will „Gott“ fortan nur noch mit Genderstern schreiben. In einem Positionspapier der KSJ wird der Grund verdeutlicht: „Wir wollen das Denken über Gott* weiten, damit mehr Menschen Zugang zu einer umfassenderen Beziehung zu Gott* erreichen können. Mit dem Verweis auf die Übergeschlechtlichkeit Gottes* möchten wir darauf aufmerksam machen, was der Mensch Gott* andichtet.“

Dabei müssten die „Aufklärer“ sich selber mal an die Nase fassen. Bis zur Sternchen-Erleuchtung waren diese Leute auf dem Trip, dass Gott ein alter, bärtiger, weißer Mann sei. Wer also hat wen was angedichtet?

Bitte, man muss sich das noch einmal vor Augen führen: Da sind Menschen, die sich Gott tatsächlich als alten, bärtigen, weißen (!) Mann vorgestellt hatten! Unglaublich, wie diese „Erleuchteten“ in einem kindlich-naiven Gottesbild geblendet waren und nun mit einem trendigen Sternchen das Denken über Gott weiten möchten. In welchem Stadium haben die gelebt und in welcher Sphäre schweben die jetzt?

Wie wärs mit weiteren Aufklärungskampagnen, so nach dem Motto: „Deutsche, erwachet! Den Weihnachtsmann gibt es in echt nicht!“ oder „Der Osterhase legt gar keine Eier!“


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Die Sprache im Jahre 2050

Textauszug aus CHIP-SKLAVEN 2050

Alle Menschen sind seit 2045 verpflichtet, neben ihrer angestammten Sprache, das "Unics", ein Mix aus chinesisch, russisch, spanisch und englisch, zu erlernen und im öffentlichen Leben sowie bei allen geschäftlichen Aktionen anzuwenden. Durch die Einführung von "Unics" soll das "babylonische Zeitalter" der tausend Sprachen verschwinden, aber in erster Linie versprechen sich die Globalplayer einen gigantischen Produktions-, Dienstleistungs- und Absatzmarkt. Alle Bereiche, in denen die Sprache als verbindendes Element auftaucht, erfahren eine Umgestaltung. Jegliche Korrespondenz, Lehrmittel, Verträge, Verbraucherhinweise, Gebrauchsanleitungen, öffentliche Verkehrs- und Informationsflächen müssen neu formuliert und produziert werden. Eine unerschöpflich sprudelnde Geldquelle ist aufgetan. Nur im privaten Umgang ohne Vertragsverpflichtung ist die Pflege der National- und Muttersprache weiterhin erlaubt.